Beruf Industriemechaniker

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Industriemechaniker:

Welche Ausbildung benötigt man als Industriemechaniker?

Schulabgänger/innen mit dem Berufsziel Industriemechaniker/in absolvieren eine 3,5-jährige duale Ausbildung in Industrie, Handel und Handwerk. Bevor diese mit ihrer Lehre beginnen, benötigen sie einen Ausbildungsvertrag. Sind sie minderjährig, belegen diese ihre gesundheitliche Eignung mit einer ärztlichen Bescheinigung über die Erstuntersuchung.

Überwiegend entscheiden sich Arbeitgeber/innen aus Industrie und Handel bei ihrer Suche nach geeigneten Auszubildenden für Schulabgänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss. Handwerksbetriebe bevorzugen Hauptschulabsolventen. Jede/r 7. Auszubildende mit diesem Abschluss nimmt vor der Lehre an einer Berufsvorbereitungsmaßnahme teil.

Alle lernenden Industriemechaniker/innen erhalten in diesem Monoberuf die gleiche Grundausbildung. Es gibt aber 4 Spezialisierungen, zu denen der Feingerätebau sowie der Maschinen- und Anlagenbau gehören. Alternativ erlernen sie die Instandhaltung oder die Produktionstechnik intensiver. Dieses richtet sich nach der Art des Ausbildungsbetriebes.

In den Ausbildungsjahren 1 und 2 erarbeiten sich die Lernenden die Grundlagen des Berufes im Unternehmen und in überbetrieblichen Lehrgängen. In Blöcken oder an bestimmten Wochentagen besuchen sie die Berufsschule. Bevor das 2. Ausbildungsjahr abschließt, absolvieren die angehenden Industriemechaniker/innen den 1. Teil ihrer Abschlussprüfung.

Die Ausbildungsjahre 3 und 4 dienen der Vertiefung des Gelernten. Damit bereiten sich die Auszubildenden intensiv auf den 2. Teil der Abschlussprüfung zum/zur Industriemechaniker/in vor. Diese findet Mitte des 4. Lehrjahres statt.

Welche Fähigkeiten braucht man als Industriemechaniker?

Industriemechanikerinnen benötigen einige Fähig- und Fertigkeiten für die Ausbildung und für die spätere Berufstätigkeit. Abstrakt-logisches Denken hilft dem Erwerbstätigen, die Ursachen von Störungen an den Anlagen und Maschinen zu finden. Rechenfertigen benötigen Industriemechaniker/innen für die Fertigung von Ersatzteilen. Das Lesen von technischen Zeichnungen erfordert figural-räumliches Denken.

Industriemechaniker/innen benötigen bei vielen ihrer Tätigkeiten Geschick und technisches Verständnis. Besitzt die Fachkraft für Mechanik eine gute Auge-Hand-Koordination, hilft diese Fähigkeit bei Montagetätigkeiten. Um aufgrund von Fehlern beim Einbau und Anfertigen kleiner Bauteile hohe Kosten zu vermeiden und um das Verschwenden von Zeit und Rohmaterialien zu verhindern, benötigt die Arbeitskraft:

  • Fingerspitzengefühl
  • ein gutes Sehvermögen
  • Sorgfalt und Genauigkeit

Im Tagesablauf von Industriemechaniker/innen ist die Kommunikation mit der Kollegenschaft erforderlich. Dazu benötigt ein solcher das Vermögen, mündliche Äußerungen wie Fehlerbeschreibungen zu verstehen. Kommt ein Teammitglied hinzu, benötigt es eine Einweisung zur Bedienung der Maschinen. Dies bedarf an mündlichem Ausdrucksvermögen. Wer sich in der Ausbildung sowie außerhalb derselben gute Englischkenntnisse aneignet, dem fällt es leicht, die notwendigen Informationen aus technischen Unterlagen zu ziehen.

Fachliche Kernkompetenzen eignen sich Industriemechaniker/innen während der Lehre, durch interne und externe Fortbildungen und während der Arbeit an. Zu diesen Fähigkeiten gehört das Vermögen, ein Werkstück anhand von Zeichnungen anzufertigen sowie:

  • Maschinen und Anlagen einzurichten, zu warten, zu reparieren und instand zu halten
  • die Technik der Maschinen zu verstehen
  • zu messen und zu prüfen
  • Bauteile zu montieren
  • Maschinen und Anlagen zu führen und zu bedienen
  • mit CNC und NC-Programmen umzugehen

Abhängig vom Einsatzgebiet sind zusätzliche Kompetenzen erforderlich. Diese liegen etwa im Bereich der Hydraulik oder in der Automatisierungstechnik und der Prozessautomatisierung. Eine Beschäftigung in einem Betrieb, der sich auf die Feinmechanik spezialisierte, weiß besondere Kenntnisse in der Feinwerktechnik zu schätzen. Andere Unternehmen benötigen Fachkräfte mit ausgeprägten Kompetenzen in Bezug auf Industrieroboter, Turbinen oder der Mechatronik.

Gibt ein/e Industriemechaniker/in in ihren Bewerbungen an, Kompetenzen in der Werkzeugmaschinen- oder Zerspanungstechnik zu besitzen, erhöhen sich die Chancen auf eine Stelle. Daneben gehören zu den gefragten Fachleuten diejenigen, die bei der Arbeitsvorbereitung besondere Erfahrungen zeigen oder sich in der Qualitätsprüfung und der Qualitätssicherung gut auskennen.

Wie viel verdient ein Industriemechaniker?

Wie hoch das Gehalt eines Industriemechanikers/einer Industriemechanikerin ausfällt, hängt ab von der Wirtschaftslage, der Region, in dem das arbeitgebende Unternehmen tätig ist, von dessen Wirtschaftsbereich und seiner Größe. Erfolgt die Bezahlung des Gehaltes nach Tarif, bestimmen die Tarifverhandlungen der IG Metall mit den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie über die Höhe des Verdienstes der Fachkraft in der Mechanik.

Ein weiteres Kriterium zur Festlegung des Gehaltes für eine ausgelernte Arbeitskraft ist die Verantwortung, die sie übertragen bekommt. Das Entgelt für die ausgeübte Tätigkeit richtet sich ferner nach der Erfahrung und der Qualifikation. Das verdient ein/e Industriemechaniker/in:
Während der Ausbildung: Findet diese an einer Berufsfachschule statt, erhält der Absolvent keine Ausbildungsvergütung. Das Gehalt für einen Auszubildenden hängt von den Tarifverträgen ab, wenn es sich um einen tarifgebundenen Betrieb handelt, bei dem dieser seine Lehre absolviert. Die Vergütung einer lernenden Kraft im Unternehmen ist angemessen. So bestimmt es das Berufsbildungsgesetz, das regelt, wie viel ein/e auszubildende/r Industriemechaniker/in mindestens an Lohn erhält.

Abhängig vom Bundesland beziehen Auszubildende laut den Tarifinformationen der Länder und des Bundes:

  • im 1. Ausbildungsjahr:
    Metallhandwerk: ca. 585 € bis 964 € brutto/Monat
    Metall- und Elektroindustrie: ca. 976 € bis 1.047 € brutto/Monat

  • im 2. Ausbildungsjahr:
    Metallhandwerk: ca. 690 € bis 1.007 € brutto/Monat
    Metall- und Elektroindustrie: ca. 1.029 € bis 1.102 € brutto/Monat

  • im 3. Ausbildungsjahr:
    Metallhandwerk: ca. 750 € bis 1.080 € brutto/Monat
    Metall- und Elektroindustrie: ca. 1.102 € bis 1.199 € brutto/Monat

  • im 4. Ausbildungsjahr:
    Metallhandwerk: ca. 810 € bis 1.136 € brutto/Monat
    Metall- und Elektroindustrie: ca. 1.141 bis 1.234 € brutto/Monat

Als Berufseinsteiger: Nach der Ausbildung erhält der/die Industriemechaniker/in ein höheres Gehalt. Dieses beläuft sich auf ca. 2.300 bis 2.800 € brutto im Monat. Ist das Unternehmen durch die IG Metall tarifgebunden, beginnt der monatliche Verdienst beim Berufsstart mit ca. 2.500 € brutto. Dieser erhöht sich mit den Jahren der Tätigkeit in diesem Job.
Mit Berufserfahrung: Industriemechaniker/innen, die seit mehreren Jahren in ihrem Beruf tätig sind, verdienen in Deutschland laut dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit durchschnittlich 3.871 € brutto im Monat. Die Gehaltsspanne liegt bei ca. 3.214 € bis 4.554 € brutto/Monat.

Welche Aufgaben hat man als Industriemechaniker?

Das Berufsbild des Industriemechanikers/der Industriemechanikerin hält abwechslungsreiche Aufgaben bereit. Während der Ausbildung: Lernende arbeiten unter Aufsicht des Ausbilders und des Lehrers in der Berufsschule und tragen deren Anweisungen Folge. Sie setzen unter Anleitung Bauteile der Maschinen zusammen und erfahren, wie die Anlagen und die Maschinen arbeiten. Sie bauen Geräte und Bauteile, fräsen, feilen, drehen und schweißen und verbringen ihren Arbeitstag mit der Pflege, der Wartung und der Instandsetzung der Anlagen und Maschinen. Zu ihren Aufgaben gehört es ferner, sich auf die beiden Prüfungsteile theoretisch und praktisch vorzubereiten.

Im Berufsleben: Industriemechaniker/innen mit bestandener Abschlussprüfung arbeiten als vollwertige Fachkräfte in ihrem Beruf. Sie richten in der Produktionstechnik die Maschinen und Anlagen ein. Die Fachleute stellen sicher, dass diese stets ihre Aufgaben erfüllen können. Dazu warten und säubern sie Maschinen. Treten Störungen auf, setzen sie die beschädigten Anlagen instand. Teils zählt es zu ihren Aufgaben, mit CNC-Maschinen Ersatzteile herzustellen. Zu ihren weiteren Tätigkeiten gehören die Organisation und die Kontrolle der Abläufe sowie die Einweisung von neuen Arbeitskräften in den jeweiligen Arbeitsbereich.

Wo arbeitet ein Industriemechaniker?

Industriemechaniker/innen arbeiten in Fabrik- und Werkhallen der Industrie und des Handels sowie in Werkstätten von Handwerksbetrieben. Zudem ist eine Tätigkeit vor Ort beim Kunden zur Montage, Wartung und Instandsetzung von Maschinen und Anlagen möglich.

Ihre Arbeit erfordert das Tragen von Schutzkleidung. Um das Gehör vollständig zu erhalten, sind Industriemechaniker/innen mit Gehörschutz anzutreffen. Aufgrund der schmutzigen Arbeit tragen die Fachleute Arbeitskleidung. Bei bestimmten Arbeiten wie das Schweißen oder beim Umgang mit giftigen oder ätzenden Chemikalien schützt sich die Fachkraft mit der Tätigkeit angemessenen und gesetzlich vorgeschriebenen Schutzanzügen.

Des Weiteren trägt sie Schutzhandschuhe, Schutzmasken sowie Schutzbrillen. Die Sicherheitsschuhe bewahren sie vor den Auswirkungen von herabfallenden schweren Gegenständen sowie vor denen von Chemikalien und Schmierstoffen. Schutzmasken halten davon ab, die bei der Metallverarbeitung anfallenden Dämpfe und Gase sowie den entstehenden Staub und Rauch einzuatmen. Insbesondere für Arbeiten im Freien schreiben die Gesetze Warnwesten vor.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Industriemechaniker?

Das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 treibt die Digitalisierung der Produktion in der Industrie voran. Dies und der weitere technische Fortschritt machen es erforderlich, dass sich jede/r Industriemechaniker/in mit Anpassungs- und Aufstiegsweiterbildungen das notwendige Wissen aneignet. Das bietet Industriemechaniker/innen die Chance, Einzug in andere Arbeitsbereiche mit mehr Verantwortung zu halten und/oder Bürotätigkeiten zu übernehmen.

Mögliche Aufstiegsweiterbildungen sind die zum/zur:

  • Meister/in (schafft die Voraussetzung für eine Selbstständigkeit)
  • Techniker/in
  • technischen Fachwirt/in
  • technischen Betriebswirt/in

Die Abschlüsse ermöglichen es, ohne Abitur ein Hochschulstudium der Mechatronik, des Maschinenbaus oder der Produktionstechnik anzugehen.