Beruf Bauingenieur

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Aktuelle Jobs als Bauingenieur

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Bauingenieur:

Welche Ausbildung benötigt man als Bauingenieur?

Der Zugang zu diesem Beruf kann nur über ein Studium erfolgen. Für den Zugang zum Studium an der Universität benötigen Sie die allgemeine Hochschulreife. Das Studium an der Fachhochschule ist mit der fachgebundenen Hochschulreife zugänglich. Für das Studium an einer Berufsakademie gelten unterschiedliche Voraussetzungen.

Einige Fernlehrinstitute verlangen einen mittleren Bildungsabschluss und eine abgeschlossene Ausbildung in einem Bau- oder Handwerksberuf. Berufsakademien setzen für den Zugang die fachgebundene Hochschulreife voraus. Einige Akademien bieten auch duale Studiengänge an.

An Universitäten und Fachhochschulen liegt die Ausbildungszeit bei sechs Semestern. An Berufsakademien hängt die Ausbildungszeit von der Wahl des Studiengangs ab. Fernlehrinstitute sind nicht an Regelstudienzeiten gebunden. Hier können Sie auch neben ihrer beruflichen Tätigkeit studieren.

Nach sechs Semestern erlangen Sie ein Diplom oder einen Bachelor. Darauf basierend können Sie nach weiteren vier Semestern noch einen Master erwerben. Sie können auch aus anderen naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Grundstudiengängen zum Masterstudiengang zugelassen werden. Voraussetzung für die Zulassung sind der Bachelor oder äquivalent ein Diplom.

Sie können aus verschiedenen Studiengängen und Abschlüssen auswählen. Folgende Studiengänge ermöglichen Ihnen nach erfolgreichem Abschluss, im Berufsbild des/der Bauingenieur/in zu arbeiten:

Studienfächer Bachelor:

  • Bauingenieurwesen
  • Bauingenieurwesen, Fachrichtung Geodäsie
  • Bauingenieurwesen, Fachrichtung industrielles Bauen
  • Umweltingenieurwesen
  • Bauingenieurwesen auf internationaler Ebene
  • Energieeffizientes Bauen
  • Structural Engineering
  • Innenausbau

Studienfächer Diplom:

  • Bauingenieurwesen Fachrichtung Hochbau

Studienfächer Master:

  • Bauingenieurwesen, Fachrichtung Wasser und Infrastruktur
  • Bauingenieurwesen, Fachrichtung industrielles Bauen
  • Bauingenieurwesen, Fachrichtung digitales Bauen
  • Bauingenieurwesen, Fachrichtung nachhaltiges Bauen
  • Bauingenieurwesen, Fachrichtung Konstruktionstechnik
  • Energieeffizientes und ressourceneffizientes Bauen
  • Engineering Robotics and Construction
  • Engineering Management
  • Bauingenieurwesen, Fachrichtung Baumängel und Bauschäden
  • Bauingenieurwesen, Fachrichtung Bauinstandsetzung
  • Bau und Umweltingenieurwesen, Fachrichtung Infrastruktur
  • Baumanagement

Das Studium an Universitäten oder Fachhochschulen erfordert auch praktische Arbeit. Diese wird in Form von verschiedenen Praxismodulen oder einem kompletten Praxissemester erfüllt. Alternativ können auch Praktika während oder vor dem Studium anerkannt werden.

Während des Studiums haben Sie die Möglichkeit, ein Semester im Ausland zu absolvieren.

Welche Fähigkeiten braucht man als Bauingenieur?

Berufe im Bauwesen setzen verschiedene Fähigkeiten voraus. Die Grundvoraussetzungen sind naturwissenschaftliche Kompetenzen in den Bereichen Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Informatik. Idealerweise haben Sie in der Oberstufe den Leistungskurs Mathematik und Physik, Chemie oder Informatik belegt und sehr gute Noten erzielt.

Fast jeder Arbeitsschritt setzt mathematisches Verständnis voraus. Dieses Verständnis müssen Sie arbeitstechnisch umsetzen und in Ihre Projekte einbinden. Eine räumliche Vorstellungskraft ist in diesem Beruf unerlässlich.

Sie müssen analytisch denken und sich für Technik begeistern können. Oftmals sind Bauprojekte an ein finanzielles Budget gebunden. Sie benötigen betriebswirtschaftliche Kenntnisse und müssen wirtschaftlich denken können. Die technische Umsetzung eines Bauprojekts kann nur unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Budgetierung erfolgen.

Bauprojekte sind gemeinschaftliche Arbeiten. Sie müssen Dinge in Eigenregie entscheiden und doch teamfähig sein. Alle Baustufen erfordern eine uneingeschränkte Kommunikation mit Architekten/innen und Handwerkern/innen. Manchmal erfolgt auch der Austausch mit Gutachter/innen und Beamten/innen der verschiedenen bautechnischen Ämter. Alles muss miteinander abgestimmt werden. Sie sollten ein Organisationstalent sein und Kompetenzen im Bereich Problemlösungen mitbringen.

Auch als Bauingenieur/in benötigen Sie ein hohes Maß an Kreativität. Allerdings darf die Kreativität nicht grenzenlos sein. Sie muss innerhalb von vorgeschriebenen Richtlinien bleiben. Die mathematische Genauigkeit hat oberste Priorität. Auch die technischen Vorgaben stehen vor der kreativen Umsetzung.

Sie müssen die Fähigkeit besitzen, mit einem Computer umgehen zu können. Sie arbeiten mit Berechnungs- und Zeichenprogrammen. Fremdsprachenkenntnisse sind ein dickes Plus, um in dieser Branche Fuß zu fassen. Englisch sollten Sie verhandlungssicher sprechen können. Auch osteuropäische und arabische Sprachkenntnisse sind von Vorteil.

Wie viel verdient ein Bauingenieur?

Entscheidend für die Höhe des Gehaltes sind der Arbeitsort und die Größe und Art des Unternehmens. Der Jahresbruttoverdienst schwankt zwischen 33.600 und 68.400 €.

Während der Ausbildung:

Eine Ausbildungsvergütung wird während der Ausbildung nicht gezahlt, da es sich um ein Studium handelt. Sie können aber einen Antrag auf BAföG stellen und unter bestimmten Umständen ein Wohngeld erhalten. Wer über ein Unternehmen an einer Berufsakademie studiert, erhält unter Umständen ein Unterstützungsgeld.

Als Berufseinsteiger:

Das Gehalt für Berufsanfänger/innen richtet sich nach dem Studienabschluss. Ein Master führt zu einem höheren Einstiegsgehalt. Auch der Arbeitsort und die Art des Unternehmens nehmen Einfluss. Das Anfängergehalt liegt zwischen ca. 2700 und 3100 € brutto im Monat.

Mit Berufserfahrung:

Das Gehalt richtet sich nach den Tätigkeitsbereichen. In der Konstruktion sind die Löhne geringer als im Bereich der Entwicklung. Auch die Bauvorhaben spielen eine entscheidende Rolle. Der Bau von Einfamilienhäusern ist günstiger als die Bebauung von großen Gewerbeflächen oder der Bau von Industriegebäuden. Das Gehalt passt sich entsprechend an. Auch der Arbeitsort fließt in die Verdiensthöhe mit ein. In Bayern und Hessen sind die Löhne höher als in Brandenburg und Sachsen. Der monatliche Bruttoverdienst mit Berufserfahrung liegt zwischen ca. 2900 und 5600 €. In Führungspositionen oder bauleitenden Tätigkeiten ist der Verdienst noch deutlich höher.

Welche Aufgaben hat man als Bauingenieur?

Der Haupttätigkeitsbereich eines/einer Bauingenieurs/in ist die Planung von Bauprojekten in unterschiedlichen Baubereichen. Doch neben den Kernaufgaben fallen noch eine ganze Reihe an zusätzlichen Arbeiten an.

Während der Ausbildung:

Der Basisinhalt des Studiums bezieht sich auf alle Bereich im Bau. Diese beziehen sich aber nicht nur auf den naturwissenschaftlichen Bereich, sondern decken auch andere Gebiete mit ab. Das sind die baubezogenen Haupt- und Nebenfächer:

  • Konstruktion im Bauwesen
  • Mechanik im Bauwesen
  • Hydromechanik im Bauwesen
  • Bautechnologien
  • Bauphysik
  • Bauchemie
  • Baustoffe
  • Stahlbau
  • Holzbau
  • Informatik im Bauwesen
  • Geotechnik
  • Mathematik für Bauingenieure
  • Hydrologie im Bauwesen
  • Betriebswirtschaftslehre im Bauwesen
  • Baurechtliche Angelegenheiten
  • Bauschäden
  • Verkehrsplanung im Bauwesen
  • Vermessungskunde
  • Bauverfahren
  • Stadtplanung im Bauwesen
  • Sicherheitsgesetze und Arbeitssicherheit im Bauwesen

Die Schwerpunkttätigkeit richtet sich nach den Universitäten und Fachhochschulen. Es kommt auch auf die Versuchseinrichtungen und anderen örtlichen Begebenheiten am Lehrstuhl an. Duale Studiengänge bieten mehr Praxiserfahrung. An technischen Hochschulen dominieren dagegen die Fächer Mathematik und Technologie.

Die meisten Universitäten bieten auch sogenannte Wahlpflichtmodule oder Wahlpflichtkurse an. Diese können begleitend zum Studium absolviert werden. Das Angebot der Fächer ist unterschiedlich und richtet sich nach dem Lehrstuhl. Folgende Module werden häufig belegt:

  • Verfahrenstechnik im Bauwesen
  • Projektmanagement im Bauwesen
  • Infrastrukturelles Management
  • Vertragsrecht im Bauwesen
  • Sicherheitstechnik
  • Baustoffkunde
  • Baubetonkunde und Spannbetonbau
  • Nachhaltigkeit im Bauwesen
  • Energieeffizient im Bauwesen
  • Recycling im Bauwesen

Im Berufsleben:

Das Aufgabenfeld in diesem Beruf ist sehr vielfältig. Die Grundtätigkeiten beziehen sich auf den Entwurf und die Planung von Bauprojekten. Der Haupttätigkeitsbereich ist der Hoch- und Tiefbau. Bauingenieure/innen prüfen die Entwürfe von Architekten/innen. Die Prüfung beschäftigt sich mit der Umsetzbarkeit. Sind die Entwürfe technisch einwandfrei und machbar, dann wird abschließend die Wirtschaftlichkeit des Bauvorhabens unter die Lupe genommen. Erst, wenn alle Aspekte geprüft sind, erteilen Sie grünes Licht für den Bau.

Die Tätigkeiten können sich auch auf die Bauleitung beziehen. Erfahrene Bauingenieure/innen kümmern sich nach der Prüfungsfreigabe um die Überwachung der Baumaßnahmen. Sie erstellen Kalkulationen und führen verschiedene Berechnungen durch. Sie leiten das gesamte Bauprojekt von der Konstruktion bis zur Schlüsselübergabe.

Sie müssen sich bei all ihren Tätigkeiten an die allgemeinen Baubestimmungen und die gesetzlichen Vorgaben halten. Das gilt nicht nur für die Konstruktion und die Planung des Bauprojektes, sondern auch für die Beschaffung der Baumaterialien. Sie müssen sicherstellen, dass sämtliche Materialien den Normen entsprechen und eine hohe Qualität aufweisen.

Die Fertigstellung eines Bauprojektes muss pünktlich erfolgen. Jede Verzögerung ist mit hohen Kosten verbunden und muss unter allen Umständen verhindert werden. Sie müssen sich auf die Lieferanten verlassen können und dafür sorgen, dass alle Materialien pünktlich geliefert werden. Sie tragen auch für die Qualitätsstandards die Verantwortung.

Grundsätzlich sollten Sie schon bei der Planung die Termineinhaltung in den Vordergrund stellen und sie vertraglich vereinbaren. Sollte es dann trotzdem zu Lieferverspätungen kommen, können Sie dafür nicht haftbar gemacht werden. Sie müssen alle beteiligten Handwerksbetriebe und Baufirmen sorgfältig auswählen. Dabei kontrollieren Sie nicht nur die Zuverlässigkeit des Unternehmens. Es ist wichtig, dass alle Bauarbeiter gültige Papiere haben und sozialversichert sind. In bestimmten Arbeitspositionen stellen Sie sicher, dass eine Handwerksausbildung vorhanden ist.

Wo arbeitet ein Bauingenieur?

Bauingenieure/innen arbeiten in der Hauptsache in einem Ingenieursbüro oder einer Bauplanungsfirma. Da viele Arbeitsschritte und Aufgabenfelder aufeinander abgestimmt werden müssen, sind die meisten Betriebe mit Großraumbüros ausgestattet. Die Projektvorstellungen und Planungsgespräche finden in Konferenzräumen statt.

Sie verbringen auch viel Zeit auf den Baustellen. Hier arbeiten Sie in einer Art mobilem Baubüro. Dabei handelt es sich um einen Bauwagen oder ein Mobilheim, das wie ein Büro ausgestattet ist. Bei Rundgängen auf der Baustelle müssen Sie sich an die vorgegebenen Sicherheitsbestimmungen halten. Sie tragen einen Helm und eine Warnweste.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Bauingenieur?

Eine Aufstiegsmöglichkeit erreichen Sie schon während des Studiums mit einem Master-Abschluss. Der führt nicht nur in eine höhere Gehaltsklasse, sondern auch in verantwortungsvollere Positionen.

Die Handwerkskammern bieten eine ganze Reihe an Weiterbildungsmaßnahmen an. Viele Kurse sind direkt der Baubranche zugeordnet:

  • Betriebswirtschaft im Bauwesen
  • Stadtplanung
  • Denkmalpflege
  • Physik im Bauwesen
  • Immobilienwirtschaft

Große Baukonzerne organisieren ihre Weiterbildungsmaßnahmen intern. Die meisten firmeninternen Kurse beziehen sich auf die Sicherheitsbestimmungen und die Kontrolle von Arbeitskräften. Auch die Einhaltung von gesetzlichen Regeln sind Schulungsinhalte.