Beruf Arzthelferin

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Aktuelle Jobs als Arzthelferin

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Arzthelferin:

Welche Ausbildung benötigt man als Arzthelferin?

Die offizielle Bezeichnung für den Beruf des Arzthelfers/ der Arzthelferin ist „Medizinische Fachangestellte“ (MFA) und mit einem guten Hauptschulabschluss oder einem Realschulabschluss haben Sie gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz für die dreijährige duale Ausbildung. Mit guten Noten können Sie auch auf zwei bis zweieinhalb Jahre verkürzen.

Die Ausbildung findet abwechselnd in der Berufsschule und im Betrieb statt, wobei Ihnen in der Schule alles beigebracht wird, was Sie später im Beruf brauchen werden. Ihr Ausbildungsbetrieb ist dafür zuständig, dass Sie praktische Erfahrungen sammeln und erste Aufgaben selbst übernehmen. Nach der bestandenen Prüfung sind Sie staatlich anerkannte medizinische Fachangestellte.

Welche Fähigkeiten braucht man als Arzthelferin?

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine/n Arzthelfer/in, ist ein Interesse an Medizin und Biologie. Sie müssen in der Lage sein, Blut zu sehen und mit Spritzen zu hantieren. Sie sollten Menschen helfen wollen und viel Empathie mitbringen. Ein wenig Kommunikationstalent hilft im Umgang mit Patienten und mit Ihrem Team und Sie brauchen Verantwortungsbewusstsein und eine sorgfältige Arbeitsweise.

Mathematische Fähigkeiten brauchen Sie für die Berechnung von Dosierungen und beim Schreiben von Rechnungen. Zudem ist Organisationstalent von Vorteil, damit Sie immer den Überblick behalten, wenn es um die Verwaltung von Terminen, Materialien und Bestellungen geht. Auch wenn es mal stressig wird, sollten Sie Ruhe bewahren können.

Wie viel verdient eine Arzthelferin?

Durchschnittlich verdienen Arzthelfer/innen ca. 2.500 € brutto pro Monat – damit liegen Sie in Deutschland im Mittelfeld.

Während der Ausbildung: Wenn Sie während Ihrer Ausbildung nach Tarifvertrag bezahlt werden, verdienen Sie im ersten Jahr rund 880 € brutto im Monat. Im zweiten Jahr steigt die Ausbildungsvergütung auf etwa 940 € monatlich und im letzten Lehrjahr bekommen Sie ca. 1.000 € brutto pro Monat. Ohne Tarifvertrag sollten Sie sich bei Gehaltsverhandlungen an den Tarifverträgen in Ihrem Bundesland orientieren.

Als Berufseinsteiger: Auch, nachdem Sie die Ausbildung zum/zur Arzthelfer/in abgeschlossen haben, hängt Ihr Gehalt davon ab, ob Sie nach Tarifvertrag bezahlt werden. In der Regel ist Ihr Einkommen dann höher und Sie verdienen zu Beginn Ihrer Karriere rund 2.100 € brutto pro Monat. Das sind etwas mehr als 25.000 € brutto im Jahr. Private Einrichtungen legen ihr Gehalt meist selbst fest, während staatliche Kliniken häufig nach Tarifvertrag bezahlen. In kirchlichen Einrichtungen liegt das Gehalt zum Teil noch höher.

Mit Berufserfahrung: Mit zunehmender Berufserfahrung steigt Ihr Gehalt auf 2.300 € bis 2.500 € brutto im Monat an. Abhängig ist der tatsächliche Verdienst zusätzlich vom Bundesland, von der Art der Einrichtung und von Ihrer Berufserfahrung. Weiterbildungen ermöglichen es Ihnen, mehr zu verdienen. Im Laufe der Jahre und mit genügend Erfahrung, können Sie auf bis zu 4.300 € brutto monatlich gelangen.

Monatliches Bruttodurchschnittsgehalt der Bundesländer:

  • Hamburg: 2.700 €
  • Schleswig-Holstein: 2.500 €
  • Niedersachsen: 2.400 €
  • Brandenburg: 2.200 €
  • Sachsen: 2.100 €

Mit einem Fachwirt verdienen Sie rund 3.200 € brutto pro Monat, ein Betriebswirt steigert Ihr Gehalt auf ca. 4.100 € und ein zusätzliches Studium ermöglicht durchschnittliche Gehälter von 4.200 € brutto im Monat.

Welche Aufgaben hat man als Arzthelferin?

Als Arzthelfer/in sind Sie der wichtigste Assistent von Ärzten in Kliniken, Krankenhäusern und Praxen. Sie arbeiten sowohl am Empfang als auch im Behandlungszimmer und sind der erste Ansprechpartner für die Patienten. Organisatorische Tätigkeiten gehören ebenso zu Ihrem Berufsbild wie die Behandlung von Verletzungen und die Reinigung von Instrumenten und Behandlungszimmern.

Während der Ausbildung: In der Berufsschule erwerben Sie alle wichtigen Fähigkeiten und Kenntnisse, die Sie als Arzthelfer/in benötigen. Sie lernen, Patienten zu betreuen und nach der Behandlung zu beraten. Außerdem wird Ihnen gezeigt, wie Sie Verbände anlegen, Wunden verarzten, bei kleineren chirurgischen Eingriffen assistieren, welche Instrumente wofür verwendet werden und wie Sie Arzneimittel, Verbandsmaterial und Impfstoffe richtig lagern. Hygienemaßnahmen sind ein weiteres wichtiges Thema, um die Infektionsgefahr in der Praxis zu minimieren.

Zudem führen Sie Ihre ersten Laboruntersuchungen durch und erfahren, wie Sie die Labordaten auswerten und welche Bedeutung die Ergebnisse haben. Im Bereich Diagnostik lernen Sie, wie Sie typische Erkrankungen feststellen und wie Sie einschätzen, ob ein Patient schwer krank ist. Zudem werden Sie Reflexe testen und lernen, Krankheiten vorzubeugen. Weitere Themen sind die Anatomie, wo Sie die menschlichen Organe kennenlernen und Erste Hilfe in Notfallsituationen, wo Ihnen beigebracht wird, welche Sofortmaßnahmen Sie bei einem Zwischenfall anwenden können.

Organisatorische Tätigkeiten umfassen neben der Führung von Patientenakten auch die Beschaffung von Geräten und Utensilien. Dafür müssen Sie diese miteinander vergleichen, um Angebote zu finden, die bedarfs- und umweltgerecht sind. Sie lernen Zahlungen zu notieren und Rechnungen zu schreiben und helfen im Team dabei mit, das Qualitäts- und Zeitmanagement in Ihrer Praxis zu verbessern.

Im Berufsleben: Der Berufsalltag einer Arzthelferin/ eines Arzthelfers beinhaltet viel Kontakt mit den Patienten. Sie sind der erste Ansprechpartner, wenn jemand die Praxis betritt, und kümmern sich um alles Organisatorische. Dazu gehören die Terminvereinbarung, die Aufnahme der Daten Ihrer Patienten und das Führen der Patientenakten. Zusätzlich kommunizieren Sie mit Krankenkassen, schreiben Rechnungen und bestellen Materialien für Behandlungszimmer.

Wenn nötig, überweisen Sie Patienten an Fachkliniken und schreiben Arztbriefe mit allen wichtigen Informationen. Außerdem bereiten Sie Behandlungszimmer vor, indem Sie Utensilien bereitlegen, Geräte desinfizieren und dabei alle notwendigen Hygienevorschriften einhalten. Bei der Behandlung assistieren Sie den Ärzten und messen zum Beispiel den Blutdruck oder legen Verbände an, nehmen Blut ab, röntgen und verabreichen Medikamente und Injektionen. Im Labor untersuchen Sie mit dem Mikroskop Blut oder Harn und leiten auffällige Ergebnisse an die Ärzte weiter.

Manche Proben müssen an spezielle Labore gesendet werden. Das ist ebenfalls eine Ihrer Tätigkeiten. Nach der Behandlung beraten Sie Patienten hinsichtlich des weiteren Behandlungsablaufs oder auch wenn es um Ernährung und Bewegung geht. Gegebenenfalls führen Sie sogar Schulungen zu Gesundheitsthemen durch.

Wo arbeitet eine Arzthelferin?

Arzthelfer/innen werden überall gesucht, was Ihnen bei der Jobsuche zugutekommt. Sie können in verschiedenen Bereichen arbeiten und zum Beispiel zwischen den folgenden Optionen wählen:

  • In einer Arztpraxis (Kinderarzt, etc.)
  • In einem Krankenhaus oder in einer Klinik
  • In der Notfallaufnahme
  • In der betriebsärztlichen Abteilung eines Unternehmens
  • In einer Rehaklinik
  • In einem medizinischen Labor
  • Bei Gesundheitsämtern

Da die Versorgung erkrankter Menschen rund um die Uhr gewährleistet sein muss, arbeiten Arzthelfer/innen in der Regel im Schichtdienst. Das bedeutet, dass Sie auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen arbeiten müssen und im Bereitschaftsdienst eingesetzt werden können. Dann kann es sein, dass Sie nach Feierabend auf einen Notfall reagieren müssen, doch dafür gibt es in diesen Situationen finanzielle Zulagen. In der Regel haben Arzthelfer/innen eine Arbeitszeit von 38,5 Stunden pro Woche.

In Praxen, Kliniken und Krankenhäusern tragen Sie Arbeitskleidung, die Ihnen vom Arbeitgeber zugeteilt wird. Meist handelt es sich dabei um einen Arztkittel, den Sie über einer weißen oder blauen Hose tragen. Es kann auch sein, dass Sie ein einfaches weißes T-Shirt mit weißer Hose tragen und dazu bequeme und praktische Schuhe. Während der Behandlung tragen Sie zusätzlich Einweghandschuhe und einen Mundschutz.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Arzthelferin?

Arzthelfer/innen haben verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten, um Ihre Kompetenzen zu erweitern. Sie können zum einen eine kaufmännische Weiterbildung zum Fachwirt antreten oder einen Betriebswirt anhängen oder eine medizinische Weiterbildung zum Sozialmedizinischen Assistenten wählen. Wenn Sie eine Hochschulzugangsberechtigung haben, können Sie auch noch ein Studium abschließen.

Der Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung dauert ein bis zwei Jahre und Sie lernen, medizinische Aufgaben zu planen und ein Team zu führen. Anschließend können Sie die Position einer Führungskraft in der Pflege übernehmen. Der Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen erlaubt es Ihnen, Strategien zur Erreichung von Qualitätszielen zu entwerfen und Aufgaben im Qualitätsmanagement zu übernehmen.

Mit einem Betriebswirt für Management im Gesundheitswesen können Sie Pflegeeinrichtungen leiten und die Buchführung übernehmen. In dieser Managerposition sind Sie das Bindeglied zwischen der Geschäftsführung und der medizinischen Leitung. Die Weiterbildung dauert drei bis vier Jahre und lässt Sie später an der Entwicklung von Unternehmenszielen und Finanzierungsplänen mitarbeiten.

Die Fortbildung zum Sozialmedizinischen Assistenten dauert etwa zwei bis drei Jahre und Sie wählen ein spezifisches Gebiet aus, auf das Sie sich spezialisieren wollen. Zur Auswahl stehen zum Beispiel die Schwangerschaftsvorsorge, die Ernährungsberatung oder die Suchtgefährdung. Außerdem können Sie zusätzliche Aufgaben in der Verwaltung übernehmen.

Mit einem Studium erhöhen Sie Ihre Chancen auf eine besser bezahlte Position und die Übernahme von mehr Verantwortung. Mögliche Studiengänge sind Humanmedizin, Pharmazie oder Gesundheitswissenschaften.