Wie sieht mein perfekter Lebenslauf aus?

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Wie sieht mein perfekter Lebenslauf aus?

Wie sieht mein perfekter Lebenslauf aus?

Der Lebenslauf zählt zu den wichtigsten Aspekten einer Bewerbung. Wie der Name schon verrät: Der Lebenslauf gibt potenziellen Arbeitgebern einen Überblick darüber, wie unser Leben, insbesondere in beruflicher Hinsicht, bisher verlief. Dazu zählen für den Beruf wichtige Fakten, wie Qualifikationen, Zeugnisse und Arbeitszeugnisse, aber auch Details, die etwas über uns als Person aussagen.

Bei einer Bewerbung gibt es für den Lebenslauf gewisse, ungeschriebene Regeln, die Stil, Inhalt und Aussagekraft betreffen, aber auch die feineren Nuancen.

Doch was zeichnet einen Lebenslauf inhaltlich und stilistisch aus, damit er bei einer Bewerbung maximalen Erfolg verspricht?

Was genau beinhaltet der Lebenslauf in einer Bewerbung?

Ein Lebenslauf, im Englischen und auf dem internationalen Jobmarkt CV genannt, vom lateinischen Begriff Curriculum Vitae, beinhaltet die wichtigsten Stationen im Leben eines Menschen, die für seine berufliche Laufbahn relevant sind.

Das Kernstück eines Lebenslaufs bilden Ausbildung, Qualifikationen und Arbeitserfahrung. Hierbei ist zu beachten: In Deutschland ist es bei Lebensläufen oft üblich dem Lebenslauf Schulzeugnisse beizufügen, auch bei Jobbewerbungen. Das ist auf dem internationalen Jobmarkt allerdings nicht die Norm und könnte befremdlich wirken. Mittlerweile ist jedoch auch in Deutschland ein Umdenken zu bemerken. Zeugnisse sind in Lebensläufen immer weniger gefragt.

Das gilt nicht, wenn es sich um die Bewerbung für einen Ausbildungs- oder Studienplatz handelt, bei Bewerben, die noch keine anderen beruflichen Qualifikationen erworben haben. Bei Ausbildungs- und Studienbewerbungen ist das Zeugnis fester Bestandteil eines Lebenslaufs.

Wer allerdings schon über einen höheren Abschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt, muss und sollten seine Schulzeugnisse nicht zum Lebenslauf hinzufügen.

Unterschieden wird zudem zwischen Lebenslauf und Anschreiben. Während Sie bei einem Anschreiben Ihre Motivation für die Bewerbung darlegen, zählen in einem Lebenslauf vorwiegend die beruflichen Fakten. Vermischen sollten Sie Anschreiben und Lebenslauf nicht. Viele Bewerber machen diesen Fehler und reduzieren so ihre Chancen für einen guten ersten Eindruck.

Welche Merkmale hat ein perfekter Lebenslauf?

Anders, als viele annehmen, muss das Leben nicht perfekt verlaufen, um einen ansprechenden Lebenslauf für eine Bewerbung zu gestalten. Die meisten Menschen haben Lücken in ihrem Lebenslauf und das ist nicht für jeden potenziellen Arbeitgeber sofort ein Ausschlusskriterium.

Wichtig ist, dass Sie bei Ihrem Lebenslauf in Ihrer Bewerbung zeigen, dass Sie für den Job geeignet sind. Das gelingt Ihnen durch folgende Merkmale:

  • Der Lebenslauf ist chronologisch geordnet, leicht zu lesen und optisch ansprechend. Sie würfeln Daten, Fakten und Ereignisse nicht wahllos durcheinander, sondern sortieren sie nach System, sodass der Arbeitgeber die wichtigsten Punkte schnell findet und merkt, dass Sie in der Lage sind, organisiert und effizient zu arbeiten.
  • Falls es in Ihrem Lebenslauf Lücken gibt und Zeiten, in denen Sie weder gearbeitet noch studiert haben, sollten Sie diese Zeitspanne nicht mit falschen Fakten ersetzen. Details über Ihr Privatleben sind für einen Lebenslauf nicht relevant, dennoch schätzen die meisten Arbeitgeber es, wenn ein Bewerber zu seinen Lücken steht und sie weder aufbauscht noch herunterspielt oder durch unwahre Angaben überdeckt. Möglicherweise gibt es Unternehmen, die Sie aufgrund der Lücken im Lebenslauf sofort aussortieren. Hier verlieren Sie allerdings nichts, denn diese Unternehmen sind an Ihnen als Mitarbeiter nicht interessiert. Besser ist es, wenn Sie ehrlich bleiben und dadurch den passenden Arbeitgeber finden, der Sie trotz Lücken als Bewerber schätzt.
  • Stilistisch muss ein CV fehlerfrei sein. Achten Sie darauf, dass Ihr Lebenslauf keine Rechtschreib- oder Grammatikfehler enthält, auch dann nicht, wenn Sie sich in anderen Sprachen bewerben. Hier gilt: Kontrollieren Sie lieber einmal zu viel als zu wenig und lassen Sie sich, falls nötig, helfen. Es ist oftmals eine gute Idee, wenn eine zweite Person den Lebenslauf zum Korrekturlesen erhält. Das hilft Ihnen nicht nur dabei, stilistische Fehler zu identifizieren, sondern gibt Ihnen auch einen Eindruck davon, wie Ihr Lebenslauf auf andere wirkt. Ihren persönlichen Stil dürfen Sie einbringen, jedoch sollten Sie es dabei nicht übertreiben.
  • Eine Länge von zwei Seiten sollte nicht überschritten werden. Auch wenn Sie vielleicht zahlreiche Stationen in Ihrem beruflichen und persönlichen Leben haben, sollten Sie sich auf das Wichtigste fokussieren. Viele Bewerber glauben fälschlicherweise, je mehr Angaben und Qualifikationen in ihrem Lebenslauf stehen, desto höher sind ihre Jobaussichten. Das ist allerdings ein Irrglauben, die meisten Arbeiter schätzen es, wenn sich die Bewerber in ihrem CV auf das Wesentliche konzertieren, ohne dabei zu unpersönlich zu werden.
  • Stellen Sie sich bei jeder Angabe im Lebenslauf die Fragen „Wer? Wo? Wie? Was?“. Indem Sie Ihre Angaben nach dem System formulieren, erhalten Unternehmen alle wichtigen Details, ohne Umschweife. Indem Sie sich selbst die richtigen Fragen stellen, fokussieren Sie sich automatisch selbst auf das Wesentliche und machen Ihren Lebenslauf dadurch auch für potenzielle Arbeitgeber ansprechender.

Was sind die häufigsten Fehler, die bei Lebensläufen gemacht werden?

Damit bei Ihrem Lebenslauf nichts schiefgeht, müssen Sie die typischen Fehler vermeiden. Kontrollieren Sie Ihren Lebenslauf beim Anfertigen auf diese Punkte:

  • Unwichtige Informationen. Was Sie vielleicht als wichtige Erinnerung in Ihrem Lebenslauf sehen, ist für Arbeitgeber nicht immer relevant. Ereignisse, die zeitlich sehr lange zurückliegen, sowie persönliche Erlebnisse und Vorlieben werden in einem CV nicht gebraucht. Konzentrieren Sie sich auf Kernaspekte und fassen Sie sich kurz. Früher war es üblich Hobbys und Interessen im Lebenslauf anzugeben, das ist heute nur noch selten der Fall. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob sich Ihr potenzieller Arbeitgeber für Ihre Hobbys im Lebenslauf interessiert, dann lassen Sie sie lieber weg.
  • Unverständliche Formulierungen. Ist der Lebenslauf zu umständlich formuliert, kann Verwirrung entstehen. Besser ist es, wenn Sie eine klare Sprache für Ihren Lebenslauf wählen. Schachtelsätze und lange Ausschweifungen machen den Lebenslauf schwer zu lesen und wirken schnell unprofessionell. Wählen Sie eine klare Sprache und fassen Sie sich nicht zu lang.
  • Lügen und Übertreibungen. Ein Lebenslauf soll selbstbewusst wirken. Dennoch ist es ein Nachteil, wenn Sie beginnen im Lebenslauf maßlos zu übertreiben. Nennen Sie stattdessen lieber die Dinge beim Namen und bleiben Sie authentisch. Lügen, gefälschte Qualifikationen und Dokumente sind selbstverständlich ein noch größeres No-Go. Betrug beim Lebenslauf fällt früher oder später auf und das kann Ihnen auf Ihrer beruflichen Laufbahn nachhaltig schaden. Zudem werden Sie vermutlich Ihren Job mit einem unguten Gefühl antreten und davon profitieren weder Sie noch Ihr Arbeitgeber.

Vielleicht wirken all die Regeln für einen perfekten Lebenslauf abschreckend auf Sie. Wir wollen schließlich bei einem Lebenslauf auch unsere Persönlichkeit präsentieren. Doch kein Grund zur Sorge: Was kompliziert klingt, ist es gar nicht.

Sofern Sie die wichtigsten Aspekte bei Ihrem Lebenslauf beachten, sich an stilistische und inhaltliche Regeln halten, hat Ihre Bewerbung eine hohe Chance auf Erfolg.

Ein Tipp, wenn Sie den perfekten Lebenslauf für Ihre Bewerbung anfertigen wollen: Holen Sie sich Feedback. Obwohl auch in puncto Lebenslauf zu viele Köche den Brei verderben können, kann Ihnen Feedback von Menschen, die Sie schätzen und die sich auskennen, helfen. Durch ein ehrliches Feedback erkennen Sie, wo Ihr Lebenslauf vielleicht noch Schwachstellen hat. Diese Bereiche können Sie ändern oder ergänzen und sind damit auf dem besten Weg zum perfekten Lebenslauf.