Das perfekte Vorstellungsgespräch

Karrieretipps vom TOP-Karriereportal 2022

Alle Jobs»
  • Alle Jobs
  • Ausbildung
  • Weiterbildung
  • Praktikum
  • Refugees
Top Karriere Portal - Auszeichnung von Focus

Aktuelle Jobs

1 2 3 4 5 nächste

Das perfekte Vorstellungsgespräch

Was ist bei einem Vorstellungsgespräch wichtig?

Vorstellungsgespräche sorgen bei den meisten Menschen für weiche Knie und ein flaues Gefühl im Magen. Die Aufregung ist verständlich, schließlich geht es bei einem Vorstellungsgespräch um viel. Die Entscheidung, ob ein Bewerber oder eine Bewerberin den Job bekommt, hängt immer auch davon ab, wie das Vorstellungsgespräch läuft und ob die Bewerber auch im persönlichen Gespräch einen guten Eindruck vermitteln.

Zum Glück können wir durchaus selbst beeinflussen, ob das Bewerbungsgespräch gut verlaufen könnte. Durch die richtige Vorbereitung und das Wissen, worauf es bei Vorstellungsgesprächen ankommt, erlangen wir einen Teil der Kontrolle über die Situation zurück und die Aufregung pendelt sich auf ein normales Maß ein.

Natürlich geschehen bei einem Vorstellungsgespräch immer unvorhergesehene Dinge. Dennoch, wer die erfolgversprechendsten Kniffe kennt und weiß, worauf Arbeiter und Arbeitgeberinnen in der Regel beim Gespräch mit ihren Bewerbern Wert legen, kann mit einem besseren Gefühl zum Vorstellungsgespräch gehen. Damit wäre auch schon die erste Hürde gemeistert, denn ein gesundes Selbstbewusstsein ohne Arroganz kommt bei einem Vorstellungsgespräch immer gut an.

Worauf kommt es bei einem Vorstellungsgespräch wirklich an? Die wichtigsten Grundlagen

Was bei einem Vorstellungsgespräch wichtig ist, hängt unter anderem mit der Branche, in der man sich bewirbt, zusammen und auch damit, worauf ein potenzieller Arbeitgeber besonders achten könnte. Nichtsdestotrotz gibt es einige Grundlagen für Vorstellungsgespräche, die Bewerber immer beachten sollten, um ihre Chance zu erhöhen, den gewünschten Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu bekommen. Dazu zählen:

  • Informationen über das Unternehmen, die Stelle, die Erwartungen des Arbeitgebers und, wenn möglich, den Arbeitgeber und den Personalchef oder die Personalchefin selbst sammeln. Die Recherche vor dem Vorstellungsgespräch ist sehr wichtig, denn niemand sollte gänzlich ohne Wissen über das Unternehmen zum Gespräch auftauchen. Wer zeigt, dass er sich eigentlich nicht für seinen potenziellen Arbeitgeber interessiert und sich nicht vorbereitet hat, hat nur sehr geringe Chancen die Stelle zu bekommen. Basiswissen über das Unternehmen ist der Grundstein, auf dem das Gespräch aufbauen kann. Je mehr Details Sie kennen und je interessierter Sie sich an dem angebotenen Job und dem Unternehmen zeigen, desto besser. Wissenslücken und Desinteresse fallen bei einem Vorstellungsgespräch immer auf. Heute ist die Recherche auch nicht mehr schwierig. Bewerber können sich die Webseite des Unternehmens genau ansehen und nach weiteren Informationen im Netz suchen.
  • Die häufigsten und wichtigsten Fragen beim Vorstellungsgespräch kennen. Sicheres und selbstbewusstes Antworten auf die Fragen, die gestellt werden, ist ein weiterer zentraler Schlüssel zum Erfolg. Viele Bewerber gehen davon aus, dass sie problemlos logische, durchdachte und verständliche Antworten auf alle gestellten Fragen im Vorstellungsgespräch geben können, nur um festzustellen, dass sie von den Fragen schnell aus der Bahn geworfen werden und länger über die richtigen Antworten nachdenken müssen, als sie sollten. Bei einem Vorstellungsgespräch sind sichere und schnelle Antworten gefragt, insbesondere wenn es sich um fachliche Fragen handelt, die den Job betreffen, oder Fragen zur Qualifikation oder Arbeitserfahrung. Das bedeutet nicht, dass Sie Antworten auswendig lernen sollten, das wäre sogar kontraproduktiv. Sie sollten sich aber dennoch gut vorbereiten, sich in ihrem Fach auskennen und auf verschiedene Fragen vorab eingestellt sein. Das wirkt souverän und kompetent und genau das suchen die meisten Arbeitgeber.
  • Verwandeln Sie das Vorstellungsgespräch in einen angenehmen Dialog. Viele Arbeitssuchende machen den Fehler, sich einfach zurückzulehnen und zu warten, bis der Interviewer die nächste Frage stellt und bleiben bis zum Gesprächsende passiv. Dies ist selten die beste Strategie. Das Vorstellungsgespräch darf nicht nur eine einseitige Befragung sein, es sollte sich ein Gesprächsfluss entwickeln, der auch die Atmosphäre entspannt. Wer möchte, kann auch selbst ein paar Fragen stellen. Diese sollten aber zum Gespräch passen und weder unangebracht noch bohrend wirken. Zum Ende eines Vorstellungsgesprächs fragen viele Interviewer die Bewerber, ob sie noch Fragen haben. Zu diesem Zeitpunkt kommt es immer gut an, eine interessante Frage zu stellen, die die Themen des vorausgegangenen Bewerbungsgesprächs aufgreift. Entwickeln Sie ein Gefühl für die Gesprächsdynamik und passen Sie sich der Dynamik an.
  • Eine positive Körpersprache. Unsere Körpersprache verrät viel über uns, auch ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Zudem ist die Körpersprache sehr wichtig für den Eindruck, den wir bei anderen hinterlassen. Bei Vorstellungsgesprächen ist eine offene und freundliche Körpersprache gefragt, die zudem Selbstbewusstsein ausstrahlt. Sie möchten den Job, befinden sich aber trotzdem in keiner Abhängigkeit und wissen um Ihren Wert, das darf auch Ihre Körpersprache vermitteln. Konkret heißt das: Nehmen Sie die Schultern zurück und sitzen Sie aufrecht. Verschränken Sie die Arme nicht und halten Sie Augenkontakt. Ein freundliches und authentisches Lächeln, insbesondere wenn Sie den Raum betreten, ist ebenfalls ein Garant für einen guten ersten Eindruck.
  • Das Wählen der passenden Kleidung. Zum Vorstellungsgespräch ist es immer sehr wichtig, in zum Anlass angemessener Kleidung zu erscheinen. Je nachdem, wo Sie sich bewerben, ist das Verständnis von angemessener Kleidung ein anderes. Aber egal, ob das Berufsfeld, in dem Sie sich bewerben, legere oder gehobene Kleidung verlangt, Sie sollten immer aufgeräumt und gepflegt wirken. Wer im Voraus Informationen über den Arbeitgeber sammelt, sollte in etwa wissen, welcher Kleidungsstil beim Vorstellungsgespräch angebracht ist.
  • Authentisches Auftreten. Es ist besser bei einem Vorstellungsgespräch zuzugeben, dass man aufgeregt ist, auf eine Frage nicht antworten kann, oder etwas nicht weiß, als krampfhaft zu versuchen, etwas darzustellen, das nicht der Realität entspricht. Unternehmen wollen wissen, mit wem sie es zu wirklich zu tun haben, bevor sie einen festen Job vergeben. Vermeintliche Schwächen können sympathisch wirken, sofern der Bewerber oder die Bewerberin offen mit ihnen umgeht.

Welche Fragen werden beim Vorstellungsgespräch häufig gestellt?

Viele Arbeitssuchende haben bei Vorstellungsgesprächen vor allem Angst vor den Fragen. Sie fürchten, sich zu blamieren und den Job nicht zu erhalten, weil sie nicht auf Fragen antworten können. Wahr ist: Oftmals ist bei den Fragen Spontanität gefragt. Es ist unmöglich, sich auf alle möglichen Fragen vorab vorzubereiten. Dennoch gibt es Fragen, die bei Vorstellungsgesprächen häufig gestellt werden und die Bewerber schon vorab durchdenken können. Einige, der bei Vorstellungsgesprächen regelmäßig gestellten Fragen, sind:

  • Welche relevante Berufserfahrung haben Sie in diesem Berufsfeld?
  • Warum interessieren Sie sich für unser Unternehmen?
  • Woher kommt Ihr Interesse an diesem Beruf?
  • Warum haben Sie Ihren letzten Job aufgegeben?
  • Wo sehen Sie Ihre Stärken und wo Ihre Schwächen?
  • Was würden Ihre Arbeitskollegen über Sie sagen?
  • Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
  • Erzählen Sie uns etwas über sich.

Wer sich schon vor dem Gespräch für diese oft gestellten und wichtigen Fragen wappnet, hat gute Chancen während dem Vorstellungsgespräch einen kompetenten und sympathischen Eindruck zu machen.

Was sollte ich bei einem Vorstellungsgespräch unbedingt vermeiden?

So wie es Verhaltensweisen bei einem Vorstellungsgespräch gibt, die gerne gesehen werden, gibt es auch Fauxpas, die Sie unbedingt vermeiden sollten.

Verzichten Sie darauf, dem Interviewer oder der Interviewerin ins Wort zu fallen und geben Sie sich nicht besserwisserisch oder frech. Selbst wenn Sie vermeintlich etwas besser wissen, kommt es nicht gut an, wenn Sie den Gesprächspartner bei einem Vorstellungsgespräch belehren. Wenn Sie auf Fehler hinweisen möchten und das Gefühl haben, es ist in diesem Moment angebracht, tun Sie das neutral und freundlich.

Dringend sollten Sie es auch unterlassen während einem Vorstellungsgespräch zu lügen, insbesondere was ihre Joberfahrung und Ihre Qualifikationen angeht. Früher oder später kommt die Wahrheit ans Licht und Sie treten die neue Arbeit nicht nur mit einem unguten Gefühl an, Sie könnten sie auch wieder verlieren. Sie sind nicht gezwungen, auf alle Fragen eine Antwort zu geben. Erscheint Ihnen eine Frage übergriffig oder unangemessen, sagen Sie freundlich und bestimmt: „Diese Frage möchte ich nicht beantworten“, statt sich in Lügen und in Ausflüchten zu verlieren.

Schlechte Körperhygiene ist ein No-Go. Achten Sie auf ein frisches und sauberes Auftreten.

Dem Gesprächsfluss sollten Sie sich immer anpassen und sich weder in langen Ausschweifungen verlieren, noch den Interviewer durch zu kurze und knappe Antworten vor den Kopf stoßen.

Ein Vorstellungsgespräch wird auch bei der besten Vorbereitung immer aufregend bleiben, schließlich entscheidet sich, ob Sie Ihren gewünschten Job bekommen. Sorgen müssen Sie sich aber nicht machen. Sofern Sie die Grundregeln eines Vorstellungsgesprächs beachten und Fettnäpfchen vermeiden, werden sich Ihnen viele Türen zu Ihrem Traumberuf öffnen, selbst wenn es nicht gleich beim ersten Mal klappt.